Eine Petition mit zwiespältigen Gefühlen

Vielleicht hat es der ein oder andere schon mitbekommen. In Irland tut Lidl etwas für Autisten. Jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr wird eine für Autisten möglichst angenehme Einkaufssituation geschaffen. Das Licht wird gedimmt, die Scanner an den Kassen sind leiser als gewöhnlich. Auf Musik und Durchsagen wird verzichtet, die Mitarbeiter sind sensibilisiert. Autisten … Eine Petition mit zwiespältigen Gefühlen weiterlesen

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Wo bleibt die Kritik?

Kurz etwas in eigener Sache ... die Kritik zum zweiten Teil von Ella Schön wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, weil ich dafür erstmal 90 Minuten aufmerksam (!) Film schauen muss, und dann die Notizen zu einem vernünftigen Beitrag umformen. Im Unterschied zum ersten Teil bin ich mittlerweile im Forschungsgruppenpraktikum (enorm wichtig, weil es … Wo bleibt die Kritik? weiterlesen

Ella Schön – Kritik einer Autistin

Oder auch "Fräulein Rottenmeier von Asperger" (was Fräulein Rottenmeier hiermit zu tun hat, erkläre ich später). Es hatte sich schon lange angekündigt. Schon seit letztem Sommer wussten wir, dass wir würden aufpassen müssen. Ein Film im Rahmen des Herzkinos mit einer Autistin als Hauptfigur. Mit dem Namen "Ella Schön", gespielt von Anette Frier. Moment, Anette … Ella Schön – Kritik einer Autistin weiterlesen

Ungerechtigkeit von Amts wegen

Und noch ein Fall, wo die Ämter die Einschränkung aufgrund von Autismus einfach Mal auszuwürfeln scheinen …

SWB - MeiBlog

Leid kann man eigentlich nicht vergleichen. Wie die Partnerin eines meiner Kinder einmal meinte: „Gerade weil wir alle in unserer eigenen Subjektivitätssuppe schwimmen, ist es völlig unsinnig, Anstrengungen und Mühe mit denen Anderer zu vergleichen, bzw. gar Leid zu relativieren und zu quantifizieren. „Wieviel mal Bus verpassen sind einmal Ebola?“ (guter Titel eines mittelmäßigen Poetry-Slam-Textes)“. Ämter und insbesondere Versorgungsämter müssen Leid, bzw. Behinderung aber nunmal vergleichen und auch quantifizieren, um Leid in Form von Graden der Behinderung festzustellen.

Dabei leide ich unter der Ungerechtigkeit der Entscheidungen der Ämter. Ich muss im Klageverfahren um einen höheren GdB als 30 kämpfen, weil ich laut Versorgungsamt nur leichte soziale Einschränkungen durch die seelische Störung Autismus habe. Und da bin ich nicht die Einzige. Gedankenkarrussel und Elodiylacurious ging es offenbar genauso.

Im Arztbericht, den ich nach der Diagnose erhielt, steht geschrieben, dass ich dank meines Autismus bereits seit Jahrzehnten deutliche Probleme im…

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Mobbing

Und Lehrer, die sich auch noch hinstellen und sagen, das Opfer ist der Täter, haben einfach nur ihren Beruf verfehlt …
Ich wundere mich übrigens, ob meine Peiniger von damals bis heute auch nur ansatzweise begriffen haben, was sie mir damals in der Schule angetan haben. Denn meistens bleiben die wahren Täter unbestraft. Wieso denn auch? Ist ja nur ein Kavaliersdelikt.
Die Opfer aber leiden ihr Leben lang.

Sarinijha

Da einige Kommentare bezüglich der Lehrerin aus meinem letzten Beitrag kamen, möchte ich nun die ganze Geschichte niederschreiben.

Es begann damit, dass meine Mutter, mein Stiefvater und ich von der Großstadt in die Kleinstadt gezogen sind. Begeistert war ich nicht, denn ich war gerade elf Jahre alt und ohne Diagnose. Meine Familie verstand nicht, weshalb mir die Veränderungen schwer fielen. Ich verließ meinen Wohnort mit all dem Vertrauten, ich verließ meine Schule und meine gewohnte Umgebung.

An meinen allerersten Tag in der neuen Schule erinnere ich mich, als wäre der Tag erst gestern gewesen. Der Direktor begrüßte mich überschwenglich und führte mich zu meinem neuen Klassenraum. Als er die Türe öffnete, blickten viele fragende Gesichter in meine Richtung: „Das ist Sarinijha! Sie ist jetzt eure neue Mitschülerin.“ Ich erinnere mich an die furchtbare Stille, die durch einen hohen, intensiven Schrei durchbrochen wurde: „Bitte nicht! Wir wollen kein neues Mädchen in…

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